Unser Leitbild mit entsprechenden inhaltlichen Schwerpunkten

 

Wir sind sehr stolz nun unser Leitbild mit den jeweiligen Schwerpunkten vorstellen zu dürfen. Wir haben uns auf drei einzigartige und wertvolle Schwerpunkte fokussiert:

1. „Unser evangelisch – christliches Profil“

2. „Natur und Bewegung“

3. „Ernährung und Hygiene: Wir sind BEKIZertifiziert

 

1. Unser evangelisch – christliches Profil

Unser christliches Leitbild wurzelt im Glauben, dass jedem Menschen eine besondere Würde von Gott zukommt. Es wurzelt im Vertrauen darauf, dass Gott in jedem Menschen etwas gelegt hat, das für unsere Gemeinschaft wichtig und unersetzlich ist. Deshalb ist unser Ziel nicht Uniformität, sondern Buntheit und Vielfalt. Denn jedes Kind ist von Gott geschaffen und von Gott gewollt.

Selbstverständlich feiern wir unsere christlichen Feste und gemeinsamen Gottesdienste wie Weihnachten, Ostern, Erntedank und andere Feste entsprechend des Verlaufs unseres Kirchen- und Kindergartenjahres. Allerdings legen wir auch in unserem Alltag großen Wert darauf, dass der gegenseitige Umgang nach dem christlichen Menschenbild und der christlichen Lehre gelebt wird.

Jeden Freitag findet deshalb bei uns ein biblischer Stuhlkreis statt. Dabei wird gesungen, gebetet, biblische Geschichten werden gehört, Spiele gespielt und Symbole gemeinsam erarbeitet.

Grundlegend hierbei ist zum einen das Kirchenjahr mit seinen jeweiligen Thematiken und zum anderen die Lebens- und Alltagsthemen der Kinder, welche von uns aufgegriffen werden.

Hierbei achten wir explizit darauf, dass das Gebet für jede und jeden freiwillig ist. Doch was genau heißt das: mit Kindern zu beten?

Ein Gebet zählt laut unserem Verständnis zu den täglichen Ritualen im Kindergarten. Rituale geben Kindern Sicherheit, schützen vor Angst und geben gleichzeitig Halt.

Besonders Wert legen wir hierbei auf das kleine Wort „mit“:

denn wir beten mit den Kindern.

Das heißt es geht um Gemeinschaft und Zusammenhalt, wenn wir zusammen mit den Kindern beten. Gleichzeitig ist das Beten ein Zeichen der Hoffnung und Hilfe. Besser gesagt stellt Beten einen Weg dar, auf dem Hoffnung gestärkt und vor allem gelernt werden kann. Trotz allem ist ein Gebet keine Garantie auf Wunscherfüllung.

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass das Beten mit den Kindern kindgerecht ist. Deshalb sollten die Sprache, der Inhalt und die Erfahrungen der Gebete entsprechend der Kinder angepasst werden.

Ein weiterer Aspekt ist die Echtheit. Dies bedeutet, dass wir selbst hinter dem stehen sollten, was wir beten. Denn beten heißt ja, mit Gott zu sprechen und ihm alles zu sagen.

Nicht jedes Gebet passt zu jedem Kind. Es gilt deshalb abzuwägen oder abzuwandeln, um jedem Kind einen Zugang zu schaffen. Je mehr das Gebet mit dem Leben des jeweiligen Kindes zu tun hat, desto tiefer wird es sich das Gebet einprägen und gleichzeitig leichter zum eigenen Gebet finden.

Bei all unseren angebotenen christlichen Aktivitäten und Festen, soll jedes Kind im Laufe seiner Kindergartenjahre erfahren können.

„ICH BIN EIN VON GOTT GELIEBTES UND GEWOLLTES KIND.“

Durch diese Art von Geborgenheit kann es stark werden und lernt, dass auch schwere und negative Ereignisse oder Erfahrungen durch gestanden und gemeinsam bewältigt werden können.

Wir, mit unserem evangelisch – christlichen Profil, nehmen die Kinder und Eltern mit ihren Lebensgeschichten und Persönlichkeiten an.  Toleranz, Wertschätzung, Hilfsbereitschaft, Vertrauen und Achtung gegenüber der Schöpfung werden im täglichen Miteinander gelebt. Dadurch erhalten die Kinder die Möglichkeit, eine eigene religiöse Identität zu entwickeln. Unser Kindergarten ist ein Teil der evangelischen Kirchengemeinde Leidringen.

Alle Kinder mit ihren Familien sind in unserer Kirchengemeinde bei sämtlichen Angeboten herzlich willkommen.

2. Natur und Bewegung

Für uns haben die Natur, der Wald, die Wiesen und Wälder und unser ansprechender Garten einen besonderen Stellenwert. Hinzu kommt automatisch der Aspekt der Bewegung, da Natur – Erfahrungen in den verschiedensten Aktivitäten gemacht werden.

Verschiedenste Aspekte begleiten uns in unserem Alltag im Kindergarten: Unser Garten, unsere Spaziergänge, unsere Natur- und Waldtage und unsere Waldwochen.

Unser Garten ist täglicher Bestandteil unseres Tagesablaufes. Meistens gehen wir nach dem Stuhlkreis nach draußen. Natürlich kommt es immer auf die Rahmenbedingungen, wie die Kleidung der Kinder, das Wetter und andere geplante Aktivitäten an. Für uns gibt es allerdings kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung, deshalb sensibilisieren wir die Eltern, entsprechende Kleidung für ihre Kinder zu besorgen.

Mit diesem Motto wollen wir aufzeigen, wie wichtig es ist, nach draußen zu gehen, egal ob es mal regnet, etwas kälter ist oder es schneit. Um ein Gefühl für die Jahreszeiten, verschiedene Temperaturen, unterschiedliche Wetterlagen und die dadurch bedingten Pflanzen- und Tierwelt zu bekommen, ist es von Nöten, bei jedem Wetter nach draußen zu gehen. Zusätzlich wird das Immunsystem der Kinder immens gestärkt. Notwendig dafür sind allerdings entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk.

In den Frühlings- und Sommermonaten findet oftmals der ganze Kindergartenalltag ab morgens draußen im Garten statt. Durch unsere besondere Lage mit entsprechend neuer Anlage, welche durch zwei Elternaktionen im April 2017 angelegt wurde, bieten wir den Kindern einzigartige Möglichkeiten.

Gerne gehen wir auch auf Spaziergänge und Erkundungen. Hierbei gibt es viele Dinge am Wegrand und auf den Wiesen zu entdecken. Besonders gerne machen wir uns auf den Weg, wenn es zum Spielen im Garten zu nass ist, oder wir die Natur außerhalb des Kindergartengeländes beobachten wollen. Beim Spaziergang haben wir den Vorteil, dass wir auf Straßen und nicht auf Wiesen laufen, wodurch das Schuhwerk länger dicht hält, selbst wenn es regnet.

Gleichzeitig sind alle Kinder in Bewegung, weshalb die Kinder so weniger frieren. Ein weiterer Aspekt ist der der Sicherheit. Beim Spazieren gehen lernen die Kinder Achtung und Respekt vor dem Verkehr auf den Straßen. Sie werden sensibilisiert für verschiedenste Situationen, beispielsweise beim Wechseln einer Straßenseite.

Schon beim Betreten dieses einzigartigen Biotops beginnt der besondere Zauber des Waldes: Der Duft des Waldes lässt uns besser durchatmen, das Licht hat eine einzigartig besondere Qualität, der Gesang der Vögel lädt zum Zuhören und Stillstehen ein. Der Wald inspiriert Kinder und Erwachsene zu unterschiedlichen Forschungsaktivitäten und ist gleichzeitig mit seiner immensen Fülle an Lernzielen nicht zu überbieten. Bei jedem einzelnen Besuch des Waldes lässt sich dieser auf andere Art und Weise betrachten:

Als Lernort, in dem die Kinder spielerisch etwas über Tiere und Pflanzen, über Licht und Schatten und die unterschiedlichen Jahreszeiten erfahren und entdecken können; als Raum, in dem man voller Herzenslust hüpfen, laufen, herumtollen, lachen, reden, schreien und experimentieren kann; als geheimnisvoller und magischer Zauber- und Märchenwald, als Spielkulisse für eine fantasievolle Vorstellung der Kinder.

Das Besondere am Wald ist, dass dieser eine starke und intensive Anziehungskraft ausübt und einfache Möglichkeiten bietet, mit der Buntheit und Vielfalt der Natur in Berührung zu kommen. Die Bäume, Büsche, Wiesen, Moose, Bäche, Gräser und Tiere bieten uns die Natur pur zum Betrachten, Horchen, Riechen und Anfassen. Verschiedenste Klettermöglichkeiten, Untergründe und kleine Verstecke laden die Kinder zum Spielen, Staunen, Beobachten, Balancieren und Experimentieren ein.

Doch was genau ist ein Wald?

Ein Wald lässt sich als ein über große Flächen erstreckendes Ökosystem einer bestimmten Pflanzenformation betiteln. Neben den Ozeanen sind Wälder die bedeutenden irdischen Einflussgrößen des globalen Klimasystems.

Doch warum ist der Wald für uns so wichtig?

Im Wald umgibt uns wissenschaftlich gesehen eine wohltuende Stille, welche durch das Brechen lärmenden Schallwellen an Zweigen und Blättern der Sträucher und Bäume entsteht. Dazu kommt, dass sich aufgrund der Fotosynthese der grünen Blätter ein hoher Sauerstoffwert der Luft entsteht.

Außerdem werden durch Gerüche und Aromen von Harz, Erde, Holz und Regen Duftstoffe eingespeist, welche sich auf unser Geruchsempfinden und gleichzeitig auf unsere Psyche auswirken.

Gleichermaßen erfüllt der Wald sehr viele weitere Funktionen, die wir zur Erinnerung kurz benennen wollen:

als Schattenspender; als Wetterregulator; als Sauerstoffspender; als Windschutz; als Wasserspeicher; als Holzlieferant; als Lebens- und Schutzraum für Tiere, Pflanzen und Menschen; als Bodenschutz und als Lieferant von Medikamenten.

Aus diesen Begegnungen mit dem Wald ergeben sich verschiedene Bereiche, in denen die Kinder ihre Erfahrungen machen können: Bewegung, soziales Lernen, Erwerb von fachlichem Wissen und die Umweltbildung beziehungsweise Umwelterziehung (ökologisches Bewusstsein).

Für die kindliche Entwicklung ist deshalb der Spiel- und Erlebnisraum Wald von großer Wichtigkeit.

Naturobjekte und -elemente haben als Spielobjekte für die Kinder eine immense Bedeutung. Neben der Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit fördern die Naturerkundungen auch den Orientierungssinn.

Wenn ein Kind im Wald spielt, entwickelt es sich, entfaltet seine Imagination und verfeinert sein Denken und seine Motorik.

Schon alleine der weiche Boden mit seinen Wurzeln, seinen Löchern und raschelndem Laub und dem weichen Moos stellt neue Anforderungen an die Füße der Kinder, sprich der Körperkoordination dar.

Es lassen sich folgende Aspekte benennen, die sich Kinder zu ihrem bisherigen Wissen und Können aneignen: Sie erfahren, wie sie sich vor Wärme, Kälte, Regen oder Wind schützen und verhalten können; sie erfahren das Zusammenspiel von Verantwortung und Freiheit, von Abenteuer und Geborgenheit, von Gemeinschaft und Alleinsein, von Gestalten und Entdecken.

3. Ernährung und Hygiene: Wir sind BEKI – Zertifiziert!

Trinken und Essen haben im Leben eines jeden Menschen und egal in welchem Alter einen immensen Stellenwert. Bereits in den ersten Lebensjahren festigen sich Ernährungsgewohnheiten. Deshalb haben wir Einrichtungen den Auftrag, Ernährungsbildung und Ernährungserziehung ernst zu nehmen – eine Verantwortung die unsere Einrichtung gerne umsetzt.  Das BeKi - Zertifikat hat folgende Bausteine: die Ernährungsbildung, die Erziehungspartnerschaft, die Qualitätsstandards für Essen und Trinken, die Außenbeziehungen und die Verankerung in der Konzeption. Weitere Infos unter: <cite>www.beki-bw.de</cite>

Grundsätzlich sind die Eltern an erster Stelle für das Essen und Trinken und die Ernährungsziele ihrer Kinder zuständig. In unserer Einrichtung erfahren die Eltern das Angebot unseres Buffets deshalb als Unterstützung zu ihrer eigenen Erziehungsarbeit. Für unsere Eltern haben wir dazu extra ein Rezeptbuch  entwickelt, mit vielen gesunden und leckeren Beispielen für ein tolles Geburtstagsessen.

Seit einigen Jahren ist im evangelischen Kindergarten „Johann – Georg – Blocher“ das Frühstücksbuffet fest verankert. Dieses wird täglich von unseren pädagogischen Fachkräften mit Hilfe der Kinder hergerichtet.

Der Grund für die Entstehung dieses Buffets im Jahre 2006 liegt darin, dass das Thema Ernährung ein wichtiges Schlüsselthema unserer Erziehungsarbeit darstellt. Hier können wir ganz praktisch Themen der Ernährungserziehung, Hygiene, Verantwortlichkeit, Selbständigkeit und vieles mehr aufgreifen und üben. Seit dem Jahre 2013 ist unsere Einrichtung BEKI – zertifiziert.

Da wir die Kinder zu einem gesunden Essverhalten erziehen wollen, sind bei uns Süßigkeiten aller Art nicht erwünscht. Wir besprechen stattdessen mit den Kindern, dass Obst auch als etwas Süßes bezeichnet wird. Anfangs wurde das Buffet für sechs Wochen lang getestet mit dem tollen und einstimmigen Ergebnis, dies weiter zu führen.

Erwähnen möchten wir außerdem, dass wir in unserem Bistro ausschließlich Porzellangeschirr benutzen: Teller, Schüsseln, Untersetzer, richtige Gläser und Tassen.

Unser Frühstücksbuffet besteht aus unterschiedlichen Grundkomponenten, die wir als Grundlage unseres Buffets bezeichnen. Dazu gehören:

-          Frisches Obst = je nach Saison achten wir auf die Auswahl regionaler Produkte. Täglich werden zwei bis drei verschiedene Sorten Obst angeboten.

-          Frisches Gemüse = je nach Saison achten wir auf die Auswahl regionaler Produkte. Täglich werden zwei bis drei verschiedene Sorten Gemüse angeboten.

-          Selbst gebackenes Brot

-          Müsli = bestehend aus Haferflocken, Sonnenblumenkernen, Leinsamen und ungesüßten Cornflakes

-          Milchprodukte = Milch, Joghurt, Quark, Schmand, Butter, frischer Käse

-          Frische Wurst von einer Metzgerei aus Sigmarswangen, die ohne Zusatzstoffe arbeitet

-          Selbst gemachte Dips aus frischen Kräutern und einer Quark- Schmandmischung.

-          Zum Trinken gibt es Tee, Sprudel, Saftschorle oder ab und an Punsch (in der kalten Jahreszeit)

Wir sind Teil des Schulfruchtprogramms und bekommen wöchentlich eine Tüte mit Obstprodukten geliefert.

Unser Buffet ist eine große Bereicherung für unsere Kinder, unsere Eltern und unsere Einrichtung, welche sich auf viele Bereiche überträgt. Deshalb ist nicht nur die Thematik der Ernährung Element, sondern alle weiteren Bereiche des Orientierungsplans, welche hierbei gleichzeitig bedient werden.

Nicht nur die Frische und der Genuss stehen bei uns dabei im Vordergrund, sondern auch die Vielfalt und Regionalität. Deshalb bieten wir täglich ein abwechslungsreiches Essen für jeden Geschmack an. Grundsätzlich legen wir großen Wert auf die Selbständigkeit der Kinder, weshalb die drei bis sechs/sieben Jährigen täglich bei der Vorbereitung helfen. Dadurch lernen sie unterschiedliche Produkte kennen, haben einen direkten Bezug zum Essen und gleichzeitig eine große Freude beim späteren gemeinsamen Verzehren der eigenen und der hergerichteten Speisen.

Wir legen großen Wert auf Hygiene. Deshalb waschen wir vor jedem Essen, nach dem Toilettengang, nach jeder Geburtstagsfeier, nachdem wir im Garten waren oder einen Spaziergang gemacht haben unsere Hände mit Seife. Dazu kommt, dass wir nach jedem Geburtstag unsere Zähne putzen.

Selbstverständlich werden mehrfach täglich die Tische und Ablagen im Bistro geputzt. Unser Personal ist durch unsere regelmäßigen Hygieneauffrischungen durch das Landratsamt entsprechend geschult. Dabei lernen und wiederholen wir Alltagstipps und entsprechende Regeln und Hygienebestimmungen.

 

 

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